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First Flush – warum die erste Ernte die beste ist

Im japanischen Tee unterscheidet man die Ernten nach ihrer Reihenfolge im Jahr. Die allererste Pflückung im späten Frühjahr heißt First Flush oder Ichibancha – und sie gilt als die wertvollste des ganzen Jahres. Das ist kein Marketing, sondern lässt sich biochemisch erklären.

Über den Winter speichert die Teepflanze Nährstoffe in ihren Wurzeln. Wenn im Frühling die ersten jungen Triebe erscheinen, wandern diese Reserven – vor allem Aminosäuren – in die frischen Blätter. Weil es im Frühjahr noch kühl ist und die Pflanze langsam wächst, reichern sich diese Aminosäuren besonders stark an, allen voran L-Theanin, der Träger des feinen Umami-Geschmacks. Untersuchungen zur saisonalen Theanin-Anreicherung zeigen, dass Gehalt und Zusammensetzung der Aminosäuren stark vom Erntezeitpunkt abhängen.

Mit steigenden Temperaturen im Sommer kehrt sich das Verhältnis um: Das Wachstum beschleunigt sich, der Theaningehalt sinkt, und die adstringierenden Catechine, die für Bitterkeit und Herbheit sorgen, nehmen zu. Deshalb schmeckt später geernteter Tee (Second oder Third Flush) kräftiger und herber, während der First Flush weich, süßlich und aromatisch bleibt.

Für dich in der Tasse heißt das: mehr Umami, weniger Bitterkeit, ein klareres und feineres Aroma. Genau deshalb setzen wir bei unserem Matcha auf First Flush.